Samojede
 

 

Samojede
 
 
 
Geschichte:
Um 1000 v. Chr. zog das Samojeden-Volk von der Iranischen Hochebene in die Tundra im Osten des Ural-Gebirges. Stets waren ihre Hunde dabei. Sie hatten vielfältige Aufgaben: Sie bewachten das Lager, beschützten die Rentiere der Samojeden, zogen schwere Lastschlitten und begleiteten die Menschen beim Jagen und Fischen. Nach und nach durchquerten die Samojeden ganz Westsibirien, vom Weißen Meer bis hin zum Jenissei.
Ende des 19. Jahrhunderts machten sich die ersten Polarexpeditionen auf den Weg. Der norwegische Forscher Fridtjof Nansen brach am 24. Juni 1893 zum Nordpol auf und mit dabei hatte er 34 Hunde, die er den Samojeden abgekauft hatte. Sein Schiff wurde im Oktober vom Eis eingeschlossen. Kurzerhand spannte er seine Hunde vor den Schlitten und zog weiter Richtung Norden. Im April 1895, 400 km vor seinem Ziel, war der Forscher am Ende seiner Kräfte und gab auf. Nur zwei Hunde haben bis dahin überlebt, da aber auch sie völlig erschöpft waren, starben sie wenig später.
Anfang dieses Jahrhunderts wurde in England der erste Rasseclub gegründet. Etwa zur gleichen Zeit kam der Samojede nach Amerika. Nach dem Ersten Weltkrieg tauchte er auch in Frankreich auf. Er soll als Kriegsbeute eines französischen Offiziers vom Rußlandfeldzug mit nach Hause mitgebracht worden sein. Der erste Rassestandard wurde im Jahr 1909 in England festgelegt.

Wesen, Haltung:
Wie alle nordischen Hunde, hat auch der Samojede einen ausgeprägten Sinn für Hierarchie und Unterordnung. Der Samojede ist aber auch andererseits hochmütig und verspürt einen starken Freiheitsdrang. Es ist schwierig mit diesen Gegensätzen klarzukommen. Um eine wirklich gute Beziehung zu ihm aufbauen zu können, braucht man sehr viel Fingerspitzengefühl. Er muß gehorchen lernen, ohne sein Gesicht zu verlieren. Mit der Erziehung sollte man schon in jungen Monaten anfangen, dann ist er noch leichter zu erziehen als ausgewachsene Hunde, die ein gewaltiges Selbstbewußtsein an den Tag legen. Er wird schnell lernen, da er ein intelligenter Hund ist.

In der Wohnung wird ein Samojede entsetzlich leiden und verkümmern. Er ist viel zu gern Draußen. Sogar bei Wind, Regen oder Schnee. Sein Glück ist nicht ganz unabhängig von der Größe seines Gartens. Je größer, desto besser. Nager haben dann keine Chance mehr.
Ernährung, Pflege:
Die Fellqualität hat viel mit der Futterqualität zu tun und deshalb sollte man das Futter selber zubereiten. Täglich braucht der Samojede etwa 600 g Futter. Ungefähr alle 4 Tage sollte man das Fleisch durch Fisch ersetzen. Dazu werden Karotten, grüne Bohnen und Reis oder Nudeln serviert. Vitamine und Mineralien sollten auch nicht vergessen werden.
Während der Fellwechsel im Frühjahr und im Herbst verliert der Samojede seine Haare büschelweise. Den Prozeß kann man durch tägliches Striegeln mit einer Metallbürste beschleunigen. Baden ist wegen der Erkältungsgefahr nicht empfehlenswert. Außerdem zerstören Shampoo und Seife das hauteigene Wollfett, das dem Fell den Glanz verleiht und gleichzeitig eine natürliche Schutzschicht bildet. Das Wasser kann aus der Unterwolle nicht richtig ablaufen und auch nur schlecht verdunsten.
Widerristhöhe: Rüden 57 cm, Hündinnen 53 cm.
Gewicht: 23 bis 30 kg.
Farbe:
Vorzugsweise reinweiß, aber schmutzig weiß, gelb, weißgelb, schwarzweiß und schwarzbraun ist erlaubt.
Durchschnittliche Lebenserwartung: 14 Jahre
Andere Namen: Russian Samoyed Laika, Reindeer Herding Laika
 
 
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